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DEmandäR - Datenbasierte Empfehlungen für das automatisierte Fahren in der ländlichen Region

Ein ÖPNV mit automatisierten Verkehrsmitteln kann zukünftig auf dem Land positive Beiträge zur Steigerung der Lebensqualität bieten. Heute fehlen jedoch noch Wissen und Erfahrungen darüber, unter welchen Bedingungen ein Betrieb mit automatisierten Fahrzeugen im öffentlichen ländlichen Raum möglich sein wird.

Infrastrukturbetreiber und Straßenbaulastträger brauchen Hilfestellungen in Form von Richtlinien/ Empfehlungen, um mittelfristig durch gezielte Investitionen in die Infrastruktur einen Regelbetrieb mit automatisierten Fahrzeugen im ländlichen Raum zu ermöglichen. Das Vorhaben setzt an dieser Stelle an und strebt die Veröffentlichung von Empfehlungen und Handlungsvorschlägen für Infrastrukturbetreiber an, um die inhaltlichen und baulichen Voraussetzungen für das (hoch-, voll-) automatisierte und autonome Fahren zu schaffen.

Eine repräsentativ ausgewählt Strecke wird im Rahmen dieser Studie regelmäßig über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr mit einem Messfahrzeug bei wechselnden Bedingungen (wie beispielsweise bei Regen, bei Nacht, zu verschiedenen Jahreszeiten, etc.) befahren, um mit verschiedenen umfelderfassenden Sensoren (z.B. LIDAR, RADAR, Kameras, hochgenaues DGPS, etc.) Messdaten aufzunehmen. Dabei ist zu erwarten, dass die aufgenommenen Daten je nach störenden Umwelteinflüssen unterschiedlich gute Ergebnisse bei der Umfeldwahrnehmung bzw. der Umfeldmodellierung für das automatisierte Fahren liefern. Eine Verarbeitung der aufgenommenen Messdaten mit State-of-the-Art-Algorithmen lässt Aussagen über die Verwendbarkeit automatisierter Fahrzeuge auf diesen Strecken zu. Durch die Identifikation von Problemen und deren Ursachen kann der mögliche Nutzungsgrad für das automatisierte Fahren auf den gewählten Strecken bestimmt und durch mögliche infrastrukturelle Investitionen erhöht werden.

Die in dieser Studie generierte Information wird mehrfach genutzt: Zur Anpassung der aktuellen Mobilitätskonzepte sowie zur Ableitung von Wissen zur neuen Mobilität in der ländlichen Region. Die aus der Studie resultierenden Empfehlungen und Vorschläge für vorausschauende Investitionen sollen eine reibungslose Einführung der automatisierten Mobilität sichern. Ferner werden die Messdaten sowie ihre Auswertung veröffentlicht, sodass sie Infrastrukturbetreibern und Straßenbaulastträgern, Wirtschaft und Wissenschaft zur Weiterentwicklung aktueller Methoden zur Umfelderfassung, speziell unter dem Gesichtspunkt der ländlichen Region, dienen können und zudem zur Entwicklung/ Evaluation alternativer Konzepte zur Verfügung stehen. Der zu erstellende Datensatz besitzt im Vergleich zu bereits existierenden Datensätzen das Alleinstellungsmerkmal, dass die Daten auf einer repräsentativen Strecke für die ländliche Region unter verschiedenen Witterungsbedingungen, Jahres- und Tageszeiten aufgenommen werden.

Kontakt

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der Technischen Universität Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.